Arten und Gründe

Das_Ohr

Die Gründe

für eine Hörminderung sind vielfältig. Zu den häufigsten Formen zählen die Alters- und die Lärmschwerhörigkeit. Oftmals tuen wir schlechtes Hören als Alterserscheinung ab. Aber leider sind auch immer mehr junge Menschen von Hörminderungen betroffen.

Altersbedingte Schwerhörigkeit

Eine Hörminderung im Alter ist ein langsamer Prozess, der uns die Fähigkeit nimmt, leisere, hohe Töne zu hören. Ein Leben ohne Vogelgezwitscher, das Rascheln der Blätter oder das Prasseln des Regens fällt uns allerdings nicht so schwer, wie der Verlust des Sprachverstehens und die Fähigkeit, Warnsignale zu hören.

Lärmschwerhörigkeit

Der Hörverlust einer Lärmschwerhörigkeit wird durch einen zu hohen Schallpegel verursacht. Wir sind einer permanenten Geräuschkulisse ausgesetzt. Selbst niedrige Geräuschpegel können unser Gehör schädigen, wenn es diesen täglich ausgesetzt ist. Viele Menschen in unserer Gesellschaft sind davon betroffen, wie z.B. Bauarbeiter, Polizisten, Handwerker, Lehrer, Zahnärzte, etc.

Schalleitungsschwerhörigkeit

Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit ist die Übermittlung des Schalls zum Innenohr behindert, d.h. die Geräusche sind nicht mehr in der Lage, zum Innenohr zu gelangen. Ursachen hierfür können ein Cerumen-Verschluss im Gehörgang sein, Flüssigkeit im Mittelohr, ein perforiertes Trommelfell oder eine beschädigte Gehörknöchelchen Kette sein.
Auch können Erkrankungen wie Mittelohrentzündungen, der Bruch der Gehörknöchelchen Kette, ein Loch im Trommelfell, Otosklerose (Ablagerungen an der Gehörknöchelchen Kette) oder Missbildungen des Außenohrs Ursache für eine Schallleitungsschwerhörigkeit sein.

Innenohrschwerhörigkeit

Bei der Innenohrschwerhörigkeit sind die feinen Sinneszellen oder die Nervenfasern im Innenohr beschädigt. Die richtige Verarbeitung der Töne wird behindert. Leise Töne sind nur noch schwer bis gar nicht zu hören und die Qualität des Klangs wird reduziert. Das Sprachverständnis wird somit immer schwieriger. Die häufigste Ursache für die Innenohrschwerhörigkeit ist der natürliche Alterungsprozess oder übermäßige Exposition gegenüber Lärm.

Medizinische Folgen eines Hörverlusts

Leider unterschätzen wir immer noch häufig die Folgen eines Hörverlustes. Aktuelle Studien weisen nach, dass eine Hörminderung sich oftmals negativ auf unsere physischen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten auswirkt. Es konnten sogar Zusammenhänge zwischen Schwerhörigkeit, Depressionen und Demenz nachgewiesen werden. Dies lässt uns hellhörig werden!

Welche Auswirkungen haben Hörgeräte auf das Wohlbefinden von Menschen mit Hörminderungen? In einer Studie wurden Menschen mit einer Hörminderung in zwei Gruppen eingeteilt – die eine Gruppe erhielt angepasste Hörgeräte, die andere Gruppe nicht. Die Menschen ohne Hörgeräte zeigten sich öfter verängstigt und beunruhigt. Sie integrierten sich nicht mehr im sozialen Leben. Die Gruppe mit angepassten Hörgeräten dagegen war ausgeglichener und nahm wieder am sozialen Leben teil. Eine andere Studie wies nach, dass ein Zusammenhang zwischen einer Hörminderung und nachlassender Gedächtnisleistung besteht. Die Ergebnisse ergaben, dass je stärker der Hörverlust ist, desto höher ist das Risiko, an Demenz zu erkranken – die Gründe hierfür werden derzeit noch erforscht.

In einem sind sich alle Wissenschaftler einig – ein individuell angepasstes Hörgerät schützt uns bestmöglich!

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